14.03.2016

Der Rauswurf der Canon oder: Roter Teppich für Fujifilm!



Während es auf der Arbeit fröhlich "Rabotti, rabotti, rabotti!" heißt, die Peitsche glüht und die Kameras qualmen, hat sich in allen anderen Bereichen viel getan und "Veränderung" scheint sowieso das derzeitige Motto des Lebens zu sein. Neben familiärem Zuwachs und vielen privaten Themen gab es auch fotografische Umwälzungen - nämlich einen kompletten Systemwechsel!



Ich hole lieber ein wenig aus: Schon seit beinahe zwei Jahren habe ich sie im Auge, besuchte sie alle paar Stunden Tage beim Leistenschneider um die Ecke und beim Calumet auf dem Heimweg, sagte mehrfach persönlich "Hallo!", habe angefasst, zigtausende  hunderte Berichte gewälzt und mir eine große Pro- und Contraliste geschrieben, die sich über viele Monate erweitert und verändert hat.



Was soll ich sagen: Die Liebe zur Fuji X-T1 hat sich durchgesetzt und die Pro-Liste bei Canon wurde immer kleiner und kleiner.... ehrlich gesagt schrumpfte sie komplett in sich zusammen. So wurde das gesamte Canon-Equipment kurzerhand innerhalb einer halben Woche verkauft und intensiv (zwei Tage ohne Kamera in der Tasche hat sich angefühlt wie mit runtergelassener Hose herumzulaufen!) nach der perfekten X-T1-Gelegenheit gesucht - und das Glück war mir hold, ich konnte einen brillianten Schnapper machen :)



Ich will gar nicht zu sehr gegen Canon meckern - beruflich nutze ich sie noch immer und eine Canon DSLR ist ein solides, Respekt einflößendes Arbeitswerkzeug ("Arbeitstier", wie so viele Kollegen sagen), welches einfach funktioniert. Neben meinem Broterwerb ist mir das für meine "anderen" Fotos und als täglicher Begleiter in jeder Umhängetasche und jedem Rucksack aber zu wenig. Zu wenig Innovation, zu wenig Eier, zu wenig Coolness, zu wenig sexy. Fuji hat all das. Fuji ist heiß, Fuji ist mutig, Fuji hat richtig was unter der Haube, ist dabei klein und passt in jede Tasche. Ich wollte sie, ich liebe sie und es fühlt sich an wie zu Hause!



Meine Pro-Liste für Fuji ist unfassbar lang! Aber nein, ich werde sie hier nicht komplett ausbreiten ;) Nur ein wenig an der Oberfläche gekratzt: Für mich ist der elektronische Sucher eine wahre Offenbarung und macht mir das Leben um vieles leichter, fördert und fordert Ideen und die Kreativität. Endlich - dank Splitscreen und Focus Peaking - klappt auch das Arbeiten mit meinem Altglas ganz hervorragend und raubt mir nicht den letzten Nerv, ganz im Gegenteil: Es macht richtig Spaß! Martin Krolop schreibt, mit der Fuji fotografiere es sich "irgendwie anders" - er hat absolut recht damit und bringt es auf den Punkt.



Ich liebe die vielen Räder, das Einstellen der ISO oben an der Kamera, das Ändern der Blende direkt am Objektiv. Die ganze Kamera passt zu meiner Art zu fotografieren, da ich eh wenige Schüsse mache, viel über meine Aufnahmen nachdenke und nur selten und sehr bewusst auslöse. Fuji unterstützt mich dabei und fühlt sich für mich richtig an. Canon hat bei mir tolle Arbeit geleistet und war lange ein guter Wegbegleiter und ein netter Bekannter - aber die kleine X-T1 fühlt sich an wie Familie. That's it, was will man mehr?



Ach 2016, Du gehst super los und ich bin gespannt, wie es mit Dir weitergeht! :)

Hat von Euch auch schon jemand mit einer Fuji Kontakt aufgenommen oder geliebäugelt? Oder geht es Euch eher wie Paddy mit seiner Leica-Leidenschaft? Braucht eine Kamera für Euch Seele, oder braucht Ihr eher ein Arbeitstier?



Na dann mal weiter mit "Rabotti, rabotti, rabotti!" ;)

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